KfU Unternehmensberatung

Konzepte für Unternehmen

Finanzierungsplan in Wachstum und in Kriesensituationen

Optimierte Finanzplanung

Solange genügend Liquidität vorhanden ist, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, handelt es sich in der Regel um ein gut aufgestelltes und rentables Unternehmen. Kommt es jedoch zu Störungen im Geldfluss, so kann sich das Blatt schnell wenden und man ist auf externe Hilfestellungen (Banken, Sparkassen, öffentliche Finanzierungsinstitute) angewiesen. Aber auch bei geplanten großen Investitionen kann es sinnvoll sein, diese durch Darlehen zu finanzieren, um so vorhandene Liquidität zu schonen.

Wir helfen Ihnen dabei, den richtigen Finanzierungsplan zu erstellen. Hierbei prüfen wir die Einbindung öffentlicher Mittel genauso wie die Finanzierungsangebote Ihrer Hausbank. Ein passgenauer und optimierter Finanzierungsplan ist das Ergebnis. Die Darstellung der Kapitaldienstfähigkeit ist für eine geplante Investition und die damit verbundene Finanzierung das Maß der Dinge. Ohne den Beweis gegenüber der Hausbank zu erbringen, dass die Kapitaldienstfähigkeit gewährleistet ist, wird die Finanzierung scheitern. Daher prüfen wir gemeinsam mit Ihnen die Notwendigkeit der Investition, den daraus entstehenden Nutzen, die Machbarkeit und die Finanzierungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Kapitaldienstfähigkeit.


Betriebsmittelfinanzierung

Dieser Finanzierungsbereich ist jedem Unternehmen bekannt, da in der Regel immer eine Kreditlinie (KK: Kontokorrentkredit) von Ihrer Hausbank zur Verfügung gestellt wird, innerhalb derer sich Ihr Unternehmen frei bewegen kann.

Je nach Situation des Unternehmens und je nach Höhe und Dauer des Liquiditätsbedarfes kann hier auch eine Betriebsmittelfinanzierung in Darlehensform sinnvoll sein.

Wir verhandeln mit Ihrer Hausbank und präsentieren einen sinnvollen und nachhaltigen Finanzierungsvorschlag.

Investitionsfinanzierung

Investitionsfinanzierungen werden immer dann benötigt, wenn ein Unternehmen expandiert, sich diversifiziert oder aufgrund von Marktveränderungen bzw. Portfolioerweiterungen investieren will. Hierzu benötigt Ihr Unternehmen normalerweise ein Darlehen, um die notwendigen Investitionen durchführen zu können. Wie schon bei der Gründung beschrieben, gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten einer Finanzierung.

Wir prüfen für Sie, welche Finanzierungsmittel für Sie in Frage kommen und welche Darlehensformen für Ihr Unternehmen am besten geeignet sind.

In einigen Bundesländern können unter bestimmten Voraussetzungen für Investitionen Zuschüsse beantragt werden. Ob und in welcher Höhe solche Zuschüsse für Sie möglich sind, wird von uns umfänglich geprüft. Im positiven Fall begleiten wir Sie von der Antragstellung über die gesamte Abwicklungszeit bis zur späteren Abrechnung.

Sicherheiten

Jede Bank verlangt grundsätzlich für die herausgegebenen Kredit- und Darlehensmittel eine „bankübliche“ Besicherung. Erfolgen Investitionen in Immobilien (Grundstücke und Gebäude), so sind diese oftmals als Sicherheit ausreichend. Bei der Anschaffung von sonstigen Anlagegütern (Maschinen, Geräten, Ausstattungen etc.) sieht es hingegen anders aus. Hier beurteilen die Finanzierungsinstitute in der Regel den Wert unter Zerschlagungsgesichtspunkten – somit sind die Güter normalerweise nicht ausreichend, um dem Sicherungsanspruch der Banken zu genügen.

Banken und Sparkassen verstehen unter banküblichen Sicherheiten verschiedene Güter und Werte, die sie unter Verwertungsgesichtspunkten als werthaltig betrachten. Dieses können z. B. folgende Sicherheiten sein:

  • Grundpfandrechte an Immobilien
  • Sicherungsübereignung von Anlagegütern (Fahrzeuge, Maschinen, etc.)
  • Abtretung von Forderungsansprüchen (Globalzession)
  • Abtretung von Lebensversicherungsansprüchen
  • Bürgschaften der Unternehmer/innen oder dritten Personen
  • Bürgschaften der jeweiligen Bürgschaftsbanken der Bundesländer
  • Bürgschaften der Bundesländer (Landesbürgschaften)

Alle Finanzierungsinstitute haben das Bedürfnis, möglichst viele Sicherheiten zu vereinnahmen, um im Fall des Falles ihr Risiko zu minimieren. Aber Vorsicht: Es kann auch zu einer Übersicherung kommen, die es zu vermeiden gilt.

Wir beraten Sie umfänglich zum Thema Sicherheiten und vertreten Ihre Interessen gegenüber Ihrer Bank in den Bereichen:

  • Notwendiger Umfang der Sicherheitenstellung
  • Art der Sicherheiten
  • Ausgestaltung der Sicherungsabreden
  • Abtretung von Lebensversicherungsansprüchen
  • Begrenzung von Sicherheiten
  • Begrenzung von der Dauer der Besicherung

Damit Ihre Finanzierung nicht am Detail scheitert, braucht es einen Plan, der Zahlen, Nutzen und Machbarkeit überzeugend zusammenbringt. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welche Lösung zu Ihrem Vorhaben passt – und wie Sie diese bei Bank oder Förderinstitut sauber darstellen.

Häufige Fragen (FAQ) zum Finanzierungsplan im Wachstum und in Krisensituationen

Der deutsche Mittelstand greift klassischerweise auf den Bankkredit (Hausbankprinzip) zurück. Es gibt jedoch leistungsstarke Alternativen und Ergänzungen:

  • Fremdkapital: Geförderte Kredite (z. B. KfW), Mikrodarlehen oder Leasing für Maschinen.
  • Alternative Finanzierung: Factoring (Verkauf von Forderungen für sofortige Liquidität), FinTech-Kredite oder Crowdlending.
  • Eigenkapital / Mezzanine-Kapital: Beteiligungsgesellschaften oder stille Beteiligungen zur Stärkung der Bonität.

Öffentlich geförderte Kredite (z. B. von der KfW oder den Landesförderinstituten wie der L-Bank, NRW.BANK etc.) richten sich speziell an KMU und Gründer. Ihre größten Vorteile sind zinsgünstige Konditionen, oft lange Laufzeiten mit tilgungsfreien Anlaufjahren und vor allem Haftungsfreistellungen. Letzteres bedeutet, dass die Förderbank einen Teil des Risikos übernimmt, was die Zusage der eigenen Hausbank massiv erleichtert.

Eine professionelle Vorbereitung ist der Schlüssel zur Kreditzusage. Banken fordern heute eine lückenlose Dokumentation. Unverzichtbar sind:

  • Ein aktueller, plausibler Businessplan bzw. ein klares Investitionskonzept.
  • Die letzten zwei bis drei Jahresabschlüsse und eine aktuelle BWA (inkl. Summen- und Saldenliste).
  • Eine detaillierte Liquiditäts- und Ertragsvorschau für die nächsten 12 bis 24 Monate.
  • Nachweise über vorhandene Sicherheiten.

In Deutschland können staatliche Fördermittel (wie KfW-Kredite) in der Regel nicht direkt beim Staat oder der KfW beantragt werden. Der Antrag muss zwingend über ein durchleitendes Kreditinstitut – Ihre Hausbank (Sparkasse, Volksbank, Deutsche Bank etc.) – gestellt werden. Die Hausbank prüft das Vorhaben zuerst. Daher ist es entscheidend, die Hausbank mit professionellen Unterlagen direkt zu überzeugen.

Ja, der Staat vergibt für bestimmte Vorhaben echte geschenkte Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Diese sind jedoch fast immer an Bedingungen geknüpft. Besonders intensiv gefördert werden Investitionen in:

  • Digitalisierung (z. B. Software, IT-Sicherheit, Prozessoptimierung).
  • Nachhaltigkeit & Energieeffizienz (z. B. moderne Heizanlagen, energetische Sanierung, CO2-Einsparung).
  • Forschung & Entwicklung sowie externe Unternehmensberatung (z. B. BAFA-Förderung).

Ein besseres Rating senkt Ihre Zinsen und erhöht die Chance auf eine Kreditzusage. Sie können Ihre Bonität aktiv steuern durch:

  • Transparenz: Liefern Sie betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) unaufgefordert und pünktlich ab.
  • Eigenkapitalquote erhöhen: Einbehaltung von Gewinnen statt Vollausschüttung.
  • Working Capital Management: Reduzieren Sie Lagerbestände und optimieren Sie Ihr Mahnwesen, um Kontokorrentlinien zu entlasten.

Unternehmer kennen ihren Betrieb, Finanzierungsexperten kennen die Sprache der Banken und den unübersichtlichen Fördermitteldschungel. Eine professionelle Finanzierungsberatung strukturiert Ihren Antrag so, dass Risiken für die Bank minimiert werden. Wir wissen genau, welche Förderprogramme kombinierbar sind, erstellen bankenkonforme Planungsrechnungen und begleiten Sie als starker Partner direkt in die Verhandlungen – das spart Zeit und senkt die Finanzierungskosten oft erheblich.