
Konzepte für Unternehmen
Krise & Liquiditätsprobleme
Liquiditätsplanung in Krisenzeiten
Schnell, strukturiert und bankfähig
Unser Krisen-Kurs ist sofort umsetzbar, ohne BWL-Studium

Wir helfen Ihnen aus einer schwierigen Unternehmenslage heraus
Eine Krise kommt oftmals schleichend. Irgendetwas verändert sich. Zahlungsströme verlangsamen sich, die Liquidität nimmt ab. Anfänglich nehmen Sie bestimmte Warnzeichen gar nicht wahr, verdrängen sie und hoffen, dass es schon irgendwie wieder besser wird. Aber das erste Zeichen einer sich anbahnenden Krise ist in der Tat die sich verschlechternde Liquidität. Der zur Verfügung gestellte KK (Kontokorrentkredit) wird häufiger und intensiver in Anspruch genommen – es kommt sporadisch zur Überziehung der KK-Linie. Wenn dieses mehrfach vorkommt, wird die Bank aus der Deckung kommen und aktuelle Zahlen anfordern. Es kommt zu Krisengesprächen, Sie suchen einen Lösungsweg.
Vor einer Krise gibt es oft erste Warnzeichen – die aber genauso häufig übersehen werden. Diese Warnzeichen frühzeitig zu erkennen, obliegt der Unternehmensführung. Auch die schnelle Reaktion und Gegensteuerung gehört zu den Aufgaben der Geschäftsleitung. Wenn Sie eine solche Situation erkennen, sollten Sie sich nicht scheuen, externe Hilfe zu holen. Erster Ansprechpartner ist oftmals der eigene Steuerberater. Anzuraten ist es aber, parallel eine/n externe/n betriebswirtschaftliche/n Berater/in mit einzubinden.
Wir sind in Krisenfällen diejenigen, die Ihnen zur Seite stehen, die Ihnen Unterstützung bei der Bewältigung vieler Probleme geben und die Ihnen Lösungswege aus der Krise aufzeigen. Die von uns in den letzten Jahren begleiteten Krisenfälle waren Mandate in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität. In den meisten Fällen konnte der schlimmste anzunehmende Fall – die Insolvenz – abgewendet werden. Es muss jedoch schnell, effektiv und professionell agiert werden. Hierbei unterstützen wir Sie gern.
Ablauf in 3 Schritten
Step 1: Diagnose
Erkennen einer möglichen Krise
Grundsätzlich merken Sie erst dann etwas von einer sich anbahnenden Krise, wenn sich der Zahlungsfluss von eingehenden Geldern verlangsamt. Die verfügbaren liquiden Mittel verringern sich – die von der Bank eingeräumte Kreditlinie (KK) reicht sporadisch nicht aus, um alle Zahlungsverpflichtungen aufzufangen. Spätestens jetzt sollten Sie handeln – denn hier spricht man noch nicht von einer Krise. Es muss auch gar nicht so weit kommen. Vielmehr sollten Sie frühzeitig gegensteuern.
Hier erfassen Sie die aktuellen Zahlen: Kreditoren, Debitoren, Zahlungsziele.
Sie sollten möglichst schnell prüfen, ob die Ursache für die Liquiditätsenge im eigenen Haus begründet ist, z. B. mangelhaftes Forderungsmanagement. Ein weiterer Grund kann aber auch die Schieflage eines Kunden sein.
Ausreichende Liquidität ist für ein Unternehmen absolut wichtig.
Liquidität geht vor Rentabilität – ein alter, aber sehr weiser Spruch aus der Betriebswirtschaft.
Reichen die flüssigen Mittel nicht aus, müssen Sie mit der Hausbank sprechen.
Haben Sie die Ursachen und Gründe für das offenkundige Liquiditätsproblem erkannt, müssen Sie gezielt und effektiv ermitteln, ob und wie Sie am besten reagieren können.
Step 2: Liquiditätsplan
Erstellung und Umsetzung eines Handlungsplanes
Haben Sie tatsächlich eine Krisensituation erkannt und dokumentiert, muss schnellstmöglich gehandelt werden. Dazu gehört, die aktuelle Situation im Detail zu beschreiben. Wichtig: Auch unangenehme Dinge gehören mit in die Darstellung. Einzubinden sind grundsätzlich der Steuerberater und die Hausbank. Auf jeden Fall ist auch die Hinzuziehung von externen, kompetenten Berater*innen zu empfehlen. In der Regel wird dessen Tätigkeit durch staatliche Hilfen (Beratungskostenzuschüsse) unterstützt.
Im Eigeninteresse und als Entscheidungsgrundlage für die Hausbank sollten Sie ein Konzept für die Weiterführung des Unternehmens erarbeiten. Dieses muss alle Komponenten und Erläuterungen enthalten, die für eine sachliche und objektive Betrachtung notwendig sind.
Neben dem vorgenannten Konzept müssen Sie auf jeden Fall auch eine realistische, plausible und nachvollziehbare Planung der Unternehmensentwicklung aufstellen.
Im Krisenfall müssen Sie schnellstmöglich nach vorheriger Absprache mit Ihrer Steuerberaterin einen Termin mit der Hausbank vereinbaren, um so proaktiv die Bank über den aktuellen Stand und die geplanten Maßnahmen zu unterrichten.
Diese Maßnahme ist in der Regel die am schnellsten umsetzbare Lösung. Sie sollte aber nur eine vorübergehende Maßnahme sein. Handelt es sich um eine ausgeprägte und wahrscheinlich länger andauernde Krisensituation, sollten Sie über andere Hilfestellungen nachdenken.
Step 3: Maßnahmen
Abwendung der Krise (Best Case) – oder Insolvenz (Worst Case)?
Befinden Sie sich in einer (vermeintlichen) Krise, sollten Sie tatsächlich intensiv prüfen und untersuchen, in welchem Stadium sich Ihr Unternehmen tatsächlich befindet. Bestenfalls können Sie durch die schnelle Umsetzung von diversen Maßnahmen und/oder die Hilfestellung der Hausbank eine Krise abwenden. Schlimmstenfalls ist jedoch die tatsächliche Krise nicht mehr zu vermeiden und es droht eine Insolvenz.
Geht eine Krise in das Stadium einer eventuellen Zahlungsunfähigkeit über, müssen Sie sofort einen Fachanwalt für Insolvenzrecht hinzuziehen, um eventuell spätere Repressalien durch eine Insolvenzverwalterin oder eine gerichtliche Auseinandersetzung, zu vermeiden. Je nach Rechtsform des Unternehmens müssen Sie unterschiedliche Parameter bei der Auslösung einer Insolvenzantragspflicht beachten.
Können Sie eine Insolvenz nicht mehr vermeiden, muss nach klar geregelten Strukturen gehandelt werden. Sie müssen Fristen beachten, die unbedingt eingehalten werden sollten. Hier ist es zu empfehlen, zeitnah eine Fachanwältin für Insolvenzrecht zu Rate zu ziehen.
Ein Insolvenzverfahren bedeutet heutzutage keinesfalls mehr das absolute Aus für ein Unternehmen. Grundsätzlich sollen die Strukturen erhalten bleiben, damit das Unternehmen auf wirtschaftlich gesunder Basis wieder konsolidiert und weitergeführt werden kann.
Befinden Sie sich in einer (vermeintlichen) Krise, sollten Sie tatsächlich intensiv prüfen und untersuchen, in welchem Stadium sich Ihr Unternehmen tatsächlich befindet. Bestenfalls können Sie durch die schnelle Umsetzung von diversen Maßnahmen und/oder die Hilfestellung der Hausbank eine Krise abwenden. Schlimmstenfalls ist jedoch die tatsächliche Krise nicht mehr zu vermeiden und es droht eine Insolvenz.

Sie möchte durch unserem kostenfreien Kurs aus einer schwierigen Unternehmenslage herauskommen:
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Häufige Fragen (FAQ) zur Liquiditätsplanung in Krisenzeiten

Eine Liquiditätskrise kommt selten über Nacht. Typische Frühwarnsignale sind eine schleppende Zahlungsmoral der Kunden, die zunehmende Ausnutzung von Kontokorrentkrediten, verzögerte Zahlungen an eigene Lieferanten oder das Aufschieben von notwendigen Investitionen. Wenn die Liquiditätsplanung der nächsten 4 bis 12 Wochen negative Salden aufweist, besteht akuter Handlungsbedarf.
Eine Zahlungsstockung ist vorübergehend und kann meist innerhalb von wenigen Wochen (gerichtlich oft als innerhalb von 3 Wochen definiert) durch kurzfristige Maßnahmen behoben werden. Illiquidität (Zahlungsunfähigkeit) liegt vor, wenn ein Unternehmen dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, seinen fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Letzteres ist ein gesetzlicher Insolvenzgrund und erfordert sofortiges Krisenmanagement.
Bei akuter Geldknappheit zählen schnelle, konsequente Schritte:
- Forderungsmanagement: Offene Kundenrechnungen konsequent anmahnen oder Factoring nutzen.
- Ausgabenstopp: Alle nicht betriebsnotwendigen Kosten sofort einfrieren.
- Lieferantenverhandlungen: Zahlungsziele verlängern oder Ratenzahlungen vereinbaren.
- Bankengespräche: Kontokorrentlinie temporär erweitern oder Tilgungsaufschübe prüfen.
Eine krisenfeste Liquiditätsplanung bildet die kommenden 13 Wochen (rollierende 3-Monats-Vorschau) auf Wochenbasis ab. Dabei werden alle realen, zu erwartenden Geldeingänge den fixen und variablen Geldausgängen (Mieten, Gehälter, Steuern, Wareneinkauf) tages- oder wochengenau gegenübergestellt. Wichtig im Krisenmodus: Planen Sie extrem konservativ und arbeiten Sie mit Best- und Worst-Case-Szenarien.
Ich empfehle Ihnen einen Blick in die Broschüre Umsetzungshilfe Liquidität & Finanzierung. Als Mitgestalter dieser Publikation weiß ich, dass Sie dort wertvolle Praxistipps finden.
Für Geschäftsführer und Vorstände besteht in der Krise eine verschärfte Haftung. Sobald Anzeichen für eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegen, läuft die gesetzliche Frist zur Prüfung der Insolvenzantragspflicht (i.d.R. maximal 3 Wochen bei Zahlungsunfähigkeit). Wer zu spät handelt, riskiert eine persönliche Haftung wegen Insolvenzverschleppung. Eine professionelle Sanierungsberatung sichert Sie hier rechtlich ab.
Je nach Bundesland und Phase der Krise gibt es geförderte Programme. Dazu gehören Beratungshilfen (z. B. BAFA-Förderung für Unternehmensberatung), KfW-Unternehmerkredite oder spezifische Restrukturierungshilfen der Landesbanken. Auch Instrumente wie das Kurzarbeitergeld können den Liquiditätsdruck auf der Personalseite schnell und effektiv senken.
In einer Krise blockiert der „Tunnelblick“ oft den Blick auf naheliegende Lösungen. Eine externe Unternehmensberatung bringt den nötigen objektiven Blick von außen, analysiert die Ursachen der Krise neutral und verfügt über erprobte Sanierungswerkzeuge. Zudem schätzen Banken und Gläubiger ein professionelles, von Experten begleitetes Sanierungskonzept (z. B. nach IDW S6), was die Chancen auf frisches Kapital massiv erhöht.