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Nachfolgeregelung

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Nachfolge­regelung

Heutzutage ist es unbedingt erforderlich, sich frühzeitig mit der Thematik „Nachfolge“ auseinanderzusetzen. Ist man erst 60, betrachten viele Experten eine zu diesem Zeitpunkt noch nicht geregelte Nachfolge als ernstes Problem. Unabhängig von der innerbetrieblichen Sinnhaftigkeit einer rechtzeitigen Nachfolgeregelung wird heutzutage allein von den Banken im Rating detailliert nach genau diesem Punkt gefragt. Je älter ein Unternehmer ist und sich noch nicht um die Zukunft seiner Firma Gedanken gemacht hat, desto schlechter ist das Rating der Banken und umso schwieriger wird es für den Kunden, neue Kredite und Darlehen zu erhalten. Aber das sind nicht die einzigen Punkte. Wir haben in den letzten 20 Jahren bereits viele Nachfolgeprozesse erfolgreich begleitet. Der wichtigste Part bei einer Nachfolgeregelung ist, empathisch und umfangreich gerade den menschlichen Faktor und den emotionalen Bereich zu berücksichtigen. Denn dieser ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Übergabe.

Nachfolgeregelung in KMU – Kleine und mittelständische Unternehmen

In der Regel handelt es sich bei den meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen um so genannte familiengeführte Unternehmen. Dieses gilt durchweg für alle Brachen. Der Inhaber, oft der Gründer, hat seine Firma aufgebaut und zu dem gemacht, was sie heute ist. Gerade im Mittelstand gibt es aber auch die Situation, dass die Inhaberfamilie bereits die zweite, dritte oder sogar vierte Unternehmergeneration darstellt. Ein Thema wird jedoch immer wieder für alle gleichermaßen relevant: Die Nachfolge!

Prüfung der aktuellen Situation

Im ersten Schritt muss die aktuelle Unternehmenssituation analysiert werden. Hierzu gehören nicht nur die Unternehmenszahlen, sondern auch der Status, in dem sich das Unternehmen in Bezug auf eine Nachfolgeregelung befindet.

Welche Form der Nachfolge wird präferiert?

Zu klären ist primär, welche Art der Nachfolge in Frage kommt:

  • Familieninterne Nachfolge (Kinder, Enkel, sonstige Verwandte)
  • Firmeninterne Nachfolge (Mitarbeiter/innen)
  • Externe Nachfolge (Investor, Mitbewerber, Gründer durch Übernahme)
Wichtige Folgeschritte

    In allen, nachfolgend beschriebenen Fällen sind folgende Schritte immer erforderlich:

  • Ermittlung eines angemessenen Kaufpreises/Unternehmenswertes durch Hinzuziehung eines externen Experten
  • Erörterung der steuerlichen Auswirkungen eines Kaufpreises/einer Schenkung (bei familieninterner Nachfolge) auf das Unternehmen
  • Hinzuziehung des Steuerberaters und/oder eines externen Experten

Familieninterne Nachfolgeregelung

Insbesondere bei der familieninternen Nachfolgeplanung ist es unabdingbar, den gesamten Prozess professionell in Form einer Moderation begleiten zu lassen. Es ergeben sich erfahrungsgemäß Diskussionspunkte, an die im Vorhinein niemand gedacht hat. Emotionen spielen eine sehr große, nicht zu unterschätzende Rolle. Auch das gut gemeinte Bemühen des Unternehmers/der Unternehmerin, gegenüber mehreren Kindern „gerecht“ zu sein, beinhaltet hochbrisante „Gefahrenstellen“, die es frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren gilt.

Einzel- und Gruppengespräche

Unbedingt notwendig sind Einzelgespräche mit jedem, aber auch Gruppengespräche mit allen Beteiligten. Ziel muss es hier sein, sachlich und objektiv eine von allen Beteiligten/Betroffenen akzeptable Lösung und Fortführungsmöglichkeit für das Unternehmen zu finden. Weiterhin ist es dringend angeraten und zu empfehlen, in dieser Phase der Vorbereitung externe, fachlich versierte Experten (Steuerberater, Rechtsanwälte, Berater) hinzuzuziehen.

Wollen die Kinder das Unternehmen weiterführen?

Oft werden die potentiellen Nachfolger aus dem Familienkreis gar nicht gefragt, ob sie das Unternehmen weiterführen wollen oder eventuell eigene/andere berufliche Pläne haben. Dieses gilt es in intensiven aber auch sensiblen Gesprächen zu klären.

Eignung der Kinder

Nicht jeder Mensch ist zum Unternehmer geboren oder fühlt sich dazu berufen. Geprüft wird, ob die potentiellen Nachfolger persönlich wie auch intellektuell geeignet sind, das Unternehmen weiterzuführen. Allein die fachliche Qualifikation reicht leider oft nicht aus.

Vorbereitung der Nachfolge

Bei der Nachfolgeregelung handelt es sich um einen sehr komplexen Prozess. Daher muss dieser sehr gut überlegt und vorbereitet werden. Dazu gehören diverse Prozessschritte wie rechtliche, steuerliche und erbrechtliche Belange. Jeder für sich stellt eine Herausforderung dar und sollte für alle Beteiligten nachvollziehbar und möglichst optimal gestaltet werden. Es sollten in dieser Phase der Vorbereitung unbedingt externe, fachlich versierte Experten (Steuerberater, Rechtsanwälte, Berater) hinzugezogen werden.

Firmeninterne Nachfolgeregelung

Es müssen nicht immer die eigenen Kinder sein, die oftmals bereits eine andere berufliche Laufbahn eingeschlagen haben, als die Eltern. Immer wieder gibt es im Unternehmen sehr engagierte und fähige Mitarbeiter/innen, die bereit sind, das Unternehmen im Zuge einer Nachfolgereglung zu übernehmen und weiterzuführen. Hier gilt es zu eruieren, wer aus dem Kreis der Mitarbeiter/innen dafür in Frage kommt und vor allen Dingen auch die Voraussetzungen für eine Unternehmensleitung mitbringt – menschliche oder fachliche – vor allen Dingen müssen auch ausreichende Führungsqualitäten vorhanden sein.

Sondierung des Status Quo und der Fortführungsmöglichkeiten

Unbedingt notwendig sind Einzelgespräche mit jedem Beteiligten, aber auch Gruppengespräche mit allen involvierten Personen. Ziel muss es hier sein, sachlich und objektiv eine von allen Beteiligten/Betroffenen akzeptable Lösung und Fortführungsmöglichkeit für das Unternehmen zu finden.

Prüfung der fachlichen Qualifikation des MA

Die fachliche Qualifikation des/der übernahmewilligen Mitarbeiters/Mitarbeiterin muss überprüft werden. Hier sind die bisher im Unternehmen gesammelten Erfahrungen mit dem/der Mitarbeiter/in sehr hilfreich.

Prüfung der persönlichen Eignung des MA

Mindestens genauso wichtig ist jedoch auch die persönliche Eignung des/der Übernahmewilligen Person. Hier ist es empfehlenswert, einen externen Experten hinzuzuziehen, um die Führungsqualitäten des/der potentiellen Nachfolgers/Nachfolgerin auf den Prüfstand zu stellen.

Prüfung der finanziellen Situation des MA

Sind alle persönlichen und fachlichen Voraussetzungen erfüllt, muss jedoch auch die finanzielle Situation des/der Kandidaten/Kandidatin geprüft werden, um die Finanzierung des Kaufpreises sicherzustellen.

Externe Nachfolge

Bieten sich weder eine familieninterne noch eine firmeninterne Nachfolgeregelung an, bleibt in der Regel nur noch der Weg über eine Unternehmensveräußerung an einen Mitbewerber, einen Investor, oder an eine/n Gründer/in. Für alle Wege sind selbstverständlich auch alle Punkte zu beachten, die bereits in den beiden beschriebenen Fällen der familieninternen sowie firmeninternen Nachfolge dargestellt worden sind.

Fachlich professionelle und objektive Begleitung

Insbesondere eine externe Nachfolgeregelung durch Verkauf des Unternehmens sollte immer von einem externen und fachlich kompetenten Berater begleitet werden. Der Vorteil ist, dass der externe Begleiter des Nachfolgeprozesses rational und sachlich die Übergabeverhandlungen begleitet.

Überprüfung des Status und des Umfeldes des Interessenten

Im Vorfeld der Verhandlungen obliegt es dem externen Begleiter, das Umfeld und den Status eines Kaufinteressenten zu prüfen.

Enge Begleitung und offene Kommunikation des gesamten Prozesses

Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Veräußerer und dem Berater statt. Der gesamte Prozess wird von der Vorbereitung, über die Durchführung einer Due Diligence bis zur Vertragsunterschrift begleitet.

Einbindung von Steuerberater und Fachanwalt

Wie in den anderen Varianten der Nachfolgeregelung wird auch hier empfohlen, von vornherein Steuerberater und Rechtsanwalt in den Prozess mit einzubinden.

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